Létező Falak / Existing Walls. Performance. 2015.

Real, fictitious and fallen walls; walls of flesh and soul, made of concrete and tears

Petra Fantozzi. Létező Falak / Existing Walls. Performance (2015).

Reale und fiktive Mauern, die sich im Laufe der Generationen bilden; Mauern aus Fleisch und aus Beton, aus Geist und aus Tränen, soziale und persönliche Grenzen, die oft auf der Haut erstarren und nicht atmen lassen.

„Am Anfang sieht man die Überreste einer Mauer. Dann einen Körper. Er ist unruhig und beginnt, sich zu bewegen. Er scheint keinen Frieden zu finden, in der textilen Hülle, die ihn gefangen hält und ihn wie eine Schaufensterpuppe ohne Gesicht erscheinen lässt. Er schleicht entlang der Grenze, der Berliner Mauer, reißt den Stoff in Fetzen, bis die Augen, dann ein Stück Haut, schließlich der ganze Körper frei sind. Nackt findet er sich laufend zwischen Bäumen. Einem Erstickungsgefühl folgt das einer Aussöhnung mit der umliegenden (Um-)welt“.

 

 

Die Performance ist ein Sich-Entkleiden von den persönlichen und den generationellen Grenzen, um jene individuelle Freiheit zu erreichen, die in Berlin möglich ist. Die Haut wird zur Grenze und Metapher der Befreiung, einer Entwicklung von Generationen, die von der Geschichte beeinflusst wurden. Sichtbare historische Mauern – oder Mauern, die man in den neugierigen Augen der Leute wahrnimmt, die mechanisch herumlaufen. Es ist, als ob es sich um eine Schicht von unsichtbaren Sprengkörpern handeln würde, die an der Haut festkleben, eine Schicht, die allmählich selbst zur Haut wird, den ganzen Körper bedeckt und den Atem verschlägt. Innerhalb oder außerhalb der Grenzen sein: Manchmal ist es nur eine Frage des Raumes und der Oberflächen, auf denen Sachen geschehen, die außerhalb unserer Kontrolle stehen und uns zum Aufstand treiben. So wie die Stadt sich jeden Tag von ihrer noch zu nahen Vergangenheit entkleidet, regeneriert sich der Körper, macht Platz für die neue Haut und erlangt ein neues sensorisches und vitales Bewusstsein.

 

 

L´artista italo-ungherese inscena una performance che mette in risalto le mura viscerali e territoriali che si formano dentro di noi e come talvolta esse possano cadere. Ognuno di noi porta con se una corazza, ma pochi hanno il coraggio di svestirsene; l´artista combatte contro di essa fino a quando non riesce a liberarsene e ricomincia a respirare liberarmente e a riprendere il contatto con se stessa e col mondo circostante. La pelle diventa confine e metafora della liberazione, di un´educazione dai toni socialisti; é per questo che sceglie di ambientare la sua opera prima lungo il vecchio percorso del Muro di Berlino.

The Italian-Hungarian artist acts a performance that shows how inner and territorial boundaries can fall. We all use to wear armours, most of us do not have the courage to get rid of this. The performance shows the artist fighting against it until she comes out and breathes freely again; the second skin finally lets the real skin free and allows her contact with the real world, to feel the air, the wind and herself again. The performance was filmed on the route of the Berlin Wall, so the skin becomes a metaphor of liberation, also from the socialist influenced education.

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